Walter (Scotty) Scott Houston 1912-1993
Beim Blättern in den Ausgaben von Sky & Telescope Magazinen der 1980er Jahre, suchte ich im Inhaltsverzeichnis stets nach der Kolumne "Deep-Sky Wonders" von Walter Scott Houston
Er begann mit seinen Berichten über die Beobachtung von DeepSky Objekten im Jahr 1946 und schrieb sie bis zu seinem Tod 1993.
Bis Ende 1994 erschienen von Ihm fertig vorgeschriebene Berichte von „Deep-Sky Wonders“ im Magazin Sky&Telescope.
Jeden Monat beschrieb er weniger bekannte Himmelsobjekte, und er pries manche davon als eine Herausforderung für Deep Sky Beobachter an.
Er zeigte viele schöne Objekte abseits des Messierkatalogs die in der Reichweite von kleineren Amateurfernrohren sind.
Besonders seine Berichte über visuelle Beobachtungen vom Pferdekopf-Nebel, des California-Nebels und Barnards Loop mit kleinen Fernrohren unter dunklem Himmel fanden große Beachtung.
Und er forderte seine Leser auf die Sichtung dieser Objekte selbst zu versuchen.
Sterngucker, die mit kleineren Teleskopen und Ferngläsern ausgerüstet waren, bekamen durch Scottys Beobachtungsberichte neue Anregungen.
Seine bevorzugten Beobachtungsinstrumente waren das "Elbow-Telescope", eine Geschützoptik von der US Army mit etwa 80mm Öffnung und 15facher Vergrößerung, ein 4 Zoll F/15 Clark Refraktor, und ein 10 Zoll F/6 Newtonreflektor.
Mit welcher Hingabe er Deep Sky Objekte beschreiben konnte zeiht das Bespiel NGC 2403, eine Galaxie in der Giraffe:
“My 4-inch Clark refractor shows it as a lovely gem. I logged it as an ‘ocean of turbulence and detail’ as seen with a 10-inch reflector under dark Kansas skies in the 1950’s"
Er nahm auch gerne Anregungen von anderen Deep-Sky Beobachtern in seinen Kolumnen auf. Das bekannteste Beispiel:
"Kembles Kaskade" ist eines der schönsten Fernglas Objekte am Winterhimmel, aber die Position dieses Objektes befindet sich in einem schwierig erkennbaren Sternbild, dem Sterbild Giraffe oder Camelopardus. (Ich nenne es Sternbild Geraffel.)
Die Giraffe hat keine hellen Sterne. Der hellste Stern, Beta CAM hat eine Helligkeit von 4.2mag.
Pater Lucian J. Kemble, ein Franziskanermönch und Amateurastronom aus Kanada beschrieb als erster eine wunderschöne Kaskade von schwachen Sternen, die sich nordwestlich von dem offenen Sternhaufen NGC 1502 befindet.
Er beschrieb Scotty diese Sternformation und dieser entschied in „ Deep-Sky Wonders“ über diese Formation zu schreiben und sie nach seinem Entdecker“ Kemble´s Kaskade" zu benennen.
Seine Artikel sind eine schöne Dokumentation wie die Anzahl der beobachteten Himmelsobjekte erhöht wurde, und sich die Beobachtungstechniken und Ausrüstung der Sterngucker weiter entwickelt haben.
Das ist das Erbe, welches uns Walter Scott Houston hinterlassen hat.
1999 ist ein Buch mit einer Auswahl von seinen Kolumnen „Deep Sky Wonders“ erschienen, herausgegeben von Stephen O´Meara.
Ab und zu findet man beim Suchen im Netz eine Offerte dieses schönen Taschenbuchs mit tollen Beobachtungshinweisen.
Abbildung aus Deep Dky Wonders
Abbildung aus Deep Dky Wonders
Abbildung aus Deep Sky Wonders
Abbildung : Deep Sky Wonders
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