Wegen der Wetteraussichten von Samstag auf Sonntag, einer anrückenden Kaltfront mit Regen bin ich einen Tag früher als ursprünglich gedacht abgereist.
Es war 2 Tage und Nächte lang ein nettes, kuscheliges und geselliges Teleskoptreffen auf der Alb.
Bei gutem Wetter konnten wir am Donnerstag und am Freitag nahezu durchgehend am Tag und auch Nachts mit unseren Teleskopen am Himmel spazieren schauen und fachsimpeln.
Rund 25 Amateurastronomen trafen auf dem Campingplatz Lauberg in Römerstein-Böhringen ein.
Die grösste Gruppe bildeten 8 Backnanger Sterngucker mit Mike, Steffen, Raymund, Andreas, Delil, Ute & Martin, sowie meinereiner.
Die kleinste Öffnung auf dem Platz war mit 40mm ein Acuter Sonnenteleskop, das Grösste Teleskop mit 20" Öffnung der famose Leichtbau Dobson von Timm Klose.
Tagsüber wurde die Sonne im Weisslicht und im H-Alpha mit verschiedenen tollen Teleskopen beobachtet.
Beeindruckend waren die H-Alpha Bilder von Sonnendetails in Skywatcher Solarscopes mit 76 und 100mm Öffnung.
Besonders faszinierend war der Blick durch ein wunderbares 95mm Bino aus 2 Kowa Fluorit Objektiven, 2"Matsumoto Umlenkungssystem, Quark Elementen und 2 Baader Hyperion Zoom Okularen.
Auch der 110 mm Schiefspiegler zeigte mit Herschelkeil im Weisslicht einen kontrastreichen und detaillierten Blick auf eine wunderschöne Fleckengruppe. In der Umbra des grössten Flecks war eine Lichtbrücke zu sehen.
Am Abend war zuerst Jupiter in sämtlichen Teleskopen das Aufsuchziel. Besonders interessant war für mich der A/B Vergleich des Jupiters mit dem 110mm Schiefspiegler und meinem optisch sehr guten 8" F 5.7 Dobson, welcher mit Düring 2,7 fach Barlow ähnliche Brennweite hatte und mit identischen Okularsätzen. Blickweise zeichnete der Schiefspiegler etwas schärfer, der 8"Dob zeigte schönere Farben in den Bändern.
Während der Nacht haben wir mit verschiedenen Geräten auf dem Platz, APM 82mm ED Bino und APM100mm SD Bino, 8 " Dobson 12 F5 "Dobson, 14,5" F5.5 Dobson und 20"F4 Lowrider Dobson die Galaxien von M101/ M51 entlang der Jagdhunde über den Löwen, dem Virgo Galaxienhaufen bis zur Sombrero Galaxie M104 in der südlichen Jungfrau mit den Augen abgewandert.
Ein Höhepunkt war am Freitag früh, kurz vor 5 Uhr von einer Ecke des Platzes, tief in einer Schneise der Baumreihe, die Sichtung des Kometen C2025 R3 Panstarrs.
Geschätzt wurden etwa 4mag Helligkeit und ein 2° langer Schweif. Verwendet wurden bei der Kometenbeobachtung Ferngläser 10x42 und 11x70.
Das ist nun der Komet Nr.59 in meiner Beobachterliste.
Nach einem frühen Kaffee ging es nochmals in die Heja, um am kommenden Abend wieder fit zu sein.
Herzlichen Dank an den Organisator Hannes und an die Campingplatzchefin Hanna für die Möglichkeit einer schönen Zusammenkunft von Sternfreunden in Römerstein auf der Schwäbischen Alb.
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