8 Zoll Würfeldobson von 2002 bis 2018
Have Scope, will Travel
Das war der Gedanke nach einer längeren Abstinenz beim Teleskopbau. 2002 wurde von mir ein Konzept für ein Reiseteleskope erdacht.
Die Zielvorgabe war Alles auf einen Griff wegtragen zu können. Grab & Go !
Alle Bauteile ineinander schachteln in ein einziges tragbares Behältnis. Reiseteleskop und trotzdem Ergonomie beim Beobachten. Das heisst für mich ein bequemer Einblick beim Sitzen auf dem Stuhl, kein Knien zum Einblick knapp über dem Boden.
Ein Spiegel 8"F5.0 aus einem Skywatcher Teleskop konnte vom Rudi zu einem Freundschaftspreis für dieses Projekt erworben werden.
Auf dem ATT (Astronomischer Tausch und Trödeltreff) in Essen fand ich beim Stand der Firma Astrotechnik aus Holland einen passenden kleinen Rotationsauszug mit 1,25" Steckhülse.
Schon während dem Bau war der Würfeldob wahrlich ein Reiseteleskop. Während des Pfingsturlaubes 2002 bei der Schwiegermutter in den kroatischen Bergen wurde auf einer Werkbank im Garten mit dem Bau begonnen. Während Mutter und Tochter geschnackt haben, wurden unweit davon mit der Stichsäge Späne gemacht. Erforderliches Multiplex BIrke und Werkzeug fand im Staufach unter dem Kofferraum meiner Mercedes A Klasse Platz. Neugieriges Interesse, was ich da wohl treibe, bekundeten alle Besucher der Schwiegermutti.
Was die wirklich von diesem verrückten Sterngucker dachten, habe ich nie erfahren.
Vom Urlaub zurück hatten bereits der Hut und die Hauptspiegel Box ihre Gestalt.
Zuhause wurde die Höhenräder ausgesägt. Rockerbox und der Deckel als Ständer bildeten eine passgenaue Transportbox für das 8"Reiseteleskop.
Alles passte in den Tubus zwischen den Höhenrädern rein, der Hut mit eingefahrenem Okularauszug ,darin die Blende, ein Rigel Quickfinder, 3 Okulare, Karkoschkas Sternatlas, eine kleine drehbare Sternkarte und eine Rotlichtlampe.
Der Tubus wurde um 90° verdreht in die Rockerbox gesetzt, daneben in jeder Ecke ein mit Gummiringen geschnürtes Packet mit den teilbaren Stangen.
Darüber wurde der Ständer als Deckel gestülpt und mit Schnappschlössern verriegelt. Zu war die Box!
Zur Farbe: Ja, es musste wieder GELB sein!
Ein Jahr später brachte ich den fertigen Dob wieder nach Kroatien mit, da wurde nicht schlecht über den Inhalt, und was man damit sehen konnte gestaunt.
Der kanadische Amateur Sterngucker Mike Renner hat den Würfeldobson nahezu 1:1 nachgebaut und davon einen Artikel im Magazin Pulsar geschrieben.
Ene mene Miste, nix rappelt in der Kiste!
Obwohl ein komplettes Teleskop mit Zubehör drin ist!
John Dobson hat den 8Zoll Würfeldobson bei seinem Besuch im Fernrohrland mit seiner Signatur geadelt
Heute hat dieses Teleskop mein Freund Rainer Zürn
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