Herzlich willkommen auf meiner Seite!

Seit über 40 Jahren beobachte ich den Sternenhimmel mit Ferngläsern und Teleskopen. In der Anfangszeit meiner astronomischen Beobachtungen stand im Herbst 1985 der berühmte Halleysche Komet am Himmel. Inzwischen ist die Anzahl der von mir gesehenen Kometen auf 60 angewachsen. "Bischd hald a Nachtgrabb", so wurde ich früher bezeichnet, wenn ich Abends mit dem Teleskop aufs freie Feld gegangen bin. Davon bekam eines meiner Teleskope und diese Domain ihren Namen.

Erlebnisberichte von meinen Himmelsbeobachtungen können auf der Nachtgrabb Webseite gelesen werden. Bilder und Berichte von den Besuchen zahlreicher Teleskoptreffen, von Exkursionen zu Orten mit dunklem Himmel und totalen Sonnenfinsternissen stehen interessierten Lesern zur Verfügung.

Es findet sich Wissenswertes über die von mir zum Sternegucken benutzten Teleskope, von Gestern und Heute. Die meisten davon sind selbst gebaut worden. Ein Höhepunkt davon ist das 1990 gestartete Gemeinschaftsprojekt von 7 Backnanger Sternguckern, ein 30"F4 Eigenbau Teleskop, das seit dem Herbst 1993 in Betrieb ist. Finanziert wird das Projekt aus monatlichen Beiträgen der Eigner und einer großzügigen Beteiligung der Stiftung zur Förderung der Jugend in Baden Württemberg. 

In metrischen Maßen ist das ein Spiegelteleskop mit 762mm Spiegeldurchmesser und 3050mm Brennweite, Öffnungsverhältnis/Brennweite 1:4. Während der 1990er Jahre war unser 30 Zoll Dobson das größte transportable Teleskop Europas. Damals wurde bei der Konstruktion und beim Bau dieses Teleskops von Reiner, Peter und Norbert Pionierarbeit geleistet. Es gab keine Möglichkeit zum schnellen Austausch wie heute. Alles wurde selbst konstruiert und lieber etwas stabiler ausgeführt. Die Titanic würde so solide gebaut, heute noch munter dampfend durch die Weltmeere schippern. 

2007 wurde das 30" Teleskop in einer optimierten und leichteren Variante von Micha, Mike und mir nochmals komplett neu gebaut. Es konnten die Erfahrungen von 13 Jahren Betrieb eines grossen Teleskops und das Wissen anderer Sternfreunde über das Internetforum "Astrotreff" in die neue Konstruktion mit einfließen. Es wurden auch viele eigene Ideen dabei umgesetzt. 

Das neue 30 Zoll Teleskop wiegt anstelle von 350 nur noch 160 Kilogramm und wird wie zuvor auf einem Anhänger zum Beobachtungsort gefahren. Dort kann es innerhalb weniger Minuten von einem 2er Team ohne Werkzeuge aufgebaut und in Betrieb genommen werden. 

Der Bau von Teleskopen war von Anfang an für mich der Schlüssel um meine Wünsche beim Sterne gucken Wirklichkeit werden zu lassen.

Ohne die Hilfe von Freunden wäre aber Vieles davon nicht machbar gewesenDafür bin ich dankbar.

Eine Reise zu dunklem Himmel mit einem guten transportablen Teleskop ist für mich ein erfüllter Traum. Ich  habe seit einem Beobachtungs Erlebnis über der Adria die Ausrüstung immer transportabler gestaltet. Inzwischen kann ich 3 verschieden grosse meiner Teleskopen im Flugzeug auf die Reise mitnehmen. Das grösste davon ist ein 16" Dobson.

Ich war mit meinen Teleskopen auf Bergrücken in den Alpen, auf dem Berg Hum der abgelegenen kroatischen Insel Lastovo, auf dem Roque des Los Muchachos der kanarischen Insel La Palma, quer durch Marokko, in Chinas Provinz Sichuan auf dem Mt. Emei Shan und unter dem Südhimmel in Chiles Atacama Wüste. Wenn es in den Urlaub geht findet eines meiner Teleskope meist einen Platz im Auto oder geht als Handgepäck mit auf die Reise .

Leider findet man hier im "Schwobaländle" immer weniger Orte um ungestört in die Sterne zu gucken. Die ehemals guten Beobachtungsplätze werden durch die zunehmende nächtliche Beleuchtung von Industriegebieten stark gestört. Leider ist es zur Mode geworden, nachts mit Solarlampen die Gärten zu beleuchten, und Bewegungsmelder an Häusern anzubringen die beim Vorbeigehen von Tieren helle Lampen aktivieren. Auf dem freien Feld sind immer öfter Bauern nachts auf Ihren Traktoren mit Scheinwerferlicht unterwegs. Alle diese Funzeleien stören uns Sterngucker empfindlich, weil die Augen nicht mehr an die Dunkelheit adaptiert werden können. 

Seit November 2011 gibt es in Baden-Württemberg eine Interessengemeinschaft zum Schutz des natürlichen Nachthimmels. Den Link zum Projekt  "Sternenpark Schwäbische Alb", findet Ihr bei der Titelseite von:"Reisen zu Orten mit dunklem Himmel." Auch auf den Titelseiten der anderen Kapitel gibt es Einiges zu sehen und zu erfahren.

Meistens im Herbst, werden an verschiedenen Orten Teleskoptreffen zu geselliger Himmelsbeobachtung und zum Austausch unter den Sternguckern veranstaltet. Seit 1986 bin ich immer wieder Gast bei Teleskoptreffen in Kärnten gewesen, seit 2008 beim HTT in Brandenburg und seit Neuerem auch im Hunsrück. Das ist für wenige Tage ein Vollbad im Hobby. Hier auf dieser Webseite findet Ihr Bilder und Berichte der von mir besuchten Veranstaltungen ab dem Jahr 1986. 

Seit 2023 finden auch wieder Teleskoptreffen auf der schwäbischen Alb statt. Auf dem Campingplatz Lauberg in Römerstein-Böhringen im Frühjahr und im Spätherbst. Diese "Heimspiele" nehme ich, wenn es mir möglich ist und das Wetter passt, gerne mit!

Auf der Seitenübersicht bei "Links zu Freunden" findet Ihr zu Webseiten von "Backnanger Sternguckern". Seit 1985 gibt es in Backnang die freie Initiative von Hobbyastronomen, welche sich regelmässig in geselliger Runde und Einige davon bei gutem Wetter unter dem Sternenhimmel treffen.

Der Elektroingenieur Karl-Reiner ten Hoevel und der Gymnasiumlehrer Ewald Müller waren schon 1983  die Männer der ersten Stunde von den Backnanger Sternguckern. Ewald veranstaltete in der Volkshochschule und für seine Schüler des Max- Born-Gymnasiums in Backnang Astronomiekurse. Reiner trug mit seinem 20cm Schmidt-Cassegrain Teleskop zum praktischen Teil bei. Auf dem alten Wasserturm der Maubacher Höhe wurde eine Adapterplatte fürs Reiners Celestron 8 Teleskop installiert. Als 1990 die Zahl der Sterngucker auf 7 Personen angewachsen ist, verlagerten wir unsere Treffen aus den heimischen Wohnzimmern in die Gaststätte. So sind unsere monatlichen Stammtische entstanden. Dort werden gemeinsame Vorhaben besprochen, findet Erfahrungsaustausch statt, und es wird auch Geselligkeit und Freundschaft gepflegt.

Wir haben im Dezember 2025 unseren 400. Stammtisch  veranstaltet! :-)

Wir Backnanger Sterngucker engagieren uns seit 1992 ehrenamtlich in den Ferienprogrammen von Backnang und Oppenweiler. Wir bieten dort bei gutem Wetter Sternführungen für Kinder mit Eltern/ Großeltern an. Wenn es das Wetter und unsere Zeit erlaubt veranstalten wir Führungen für Gruppen und Vereine. 

Wir hatten am 11.August 1999 zusammen mit der Stadt Backnang anlässlich der totalen Sonnenfinsternis in Backnang auf der Bleichwiese zu einer großen Veranstaltung eingeladen und es kamen über 5000 Gäste. Leider hat uns das Wetter nicht gegönnt, die Totalität in Backnang zu sehen. Unser Sterngucker Michael Dorn hatte mehr Glück und konnte unweit von Backnang in den Allmersbacher Weinbergen die totale Sonnenfinsternis blickweise erleben und fotografieren.

Daraufhin sind Backanger Sterngucker 2006 in die Türkei, 2009 nach China, 2012 nach Australien, 2019 nach Chile und 2024 nach Mexico und USA zu totalen Sonnenfinsternissen gereist. Nach vielen Jahren sind 2026 und 2027 auf dem europäischen Kontinent wieder totale Sonnenfinsternisse zu sehen. Auch dorthin werden  Backanger Sterngucker reisen.

Ich erinnere hier an Menschen, die mir beim Ausüben dieses schönen Hobbys Freunde geworden sind und leider nicht mehr unter uns weilen.

"Legendäre Sterngucker" berichtet von Menschen, die mich als Sterngucker und Teleskopbauer besonders beeindruckt und inspiriert haben. Einen davon, John Dobson, Grandseigneur der Sterngucker, durfte ich im Jahr 2006 bei seinem Besuch in Deutschland persönlich kennenlernen.

"Weitere Steckenpferde" zeigen noch andere Interessen von mir und es gibt dort Links zum "Bogenland", zu Bogenbauer "Achim Stegmeyer" und Bogenbauer "Uli Becker" und auch einen Link zum "OGV Oberbrüden" dem Obst und Gartenbauverein, dem "coolsten" Verein in Auenwald, bei dem ich seit 2022 Mitglied bin

Euer Gerd Huissel

 

Mit dem 8"( 20cm) Reise Dobson Teleskop im Sommer 2010 auf der kroatischen Insel Lastovo