Der Nachtgrabb ein fahrbarer 16" Dobson seit 2022 

Eines muss noch her, dachte ich mir.... fix aufgebaut und auch fahrbar (schieb-bar) in entlegene und dunkle, für das Auto nicht erreichbare oder gesperrte Plätze.

Daraus entstand der Gedanke ein zweites Gewand für meinen 16" Spiegelsatz  optional zum Flugreisedobson "Zitronenfalter" zu bauen. 

Dieses Mal mit etwas anderen Anforderungen als an das 16"Reiseteleskop für die Mitnahme im Flugzeug.

Stabiler und auch etwas schwerer durfte es dieses Mal schon sein. Für die Planetenbeobachtung gut in Balance mit Binoansatz und mit einem 60mm Sucher plus Telrad Finder. Dank dem grossem Höhenrad Durchmesser von 80 cm bleibt der Dob auch ohne Last (minus 2Kilo!) in Balance. 

Schnell aufgestellt ist der Dobson mit der Stropek/ Klose Klemmvorrichtung für Gitterrohre an der Hauptspiegelbox. Der Hut ist mit Schnellspannern auf Stangenpaaren befestigt. 

Die Spiegelzellen für die Optik sind in kurzer Zeit mit wenig Aufwand zwischen den Teleskoptuben tauschbar.

Die Farbe GELB ist traditionell bei mir vorgegeben.

Einen neuen Namen benötigte das Werk noch. Du bist halt ein "Nachtgrabb!" wurde mir geantwortet, als ich von meinen nächtlichen Aktivitäten am Teleskop erzählte.

Der Nachtgrabb ist im süddeutschen Raum der Name einer Kinderschreckfigur, die sich Kinder greift, die sich nach Einbruch der Dunkelheit noch im Freien aufhalten. Er fliegt mit Ihnen soweit fort, dass Sie Ihr Zuhause nicht wiederfinden werden. 

Es gibt ein einen nahezu ausgestorbenen heimischen Vogel, von dem die Figur herstammen soll, das ist der Waldtrapp.

Der Name Nachtkrab ,auch Nachtkrap ist in leider bereits mehrfach für lokale Produkte in Gebrauch, deshalb schreibe ich den Namen meines neuen Dobson noch etwas breiter im schwäbischen Dialekt,"Nachtgrabb".

Richtig Mobil wird der Nachtgrabb durch seinen eigenen fahrbaren Untersatz. Ein Fahrrad Anhänger mit Schnellspannern für die Räder wurde zuerst auseinander gesägt und anschließend mit übergestülpten Stahlrohren passend für das Teleskop verbreitert. 

Ein Chassis aus Holz darunter stabilisiert den Anhänger und schützt den Innenraum meines Autos vor den scharfen Kanten am Anhänger. Am Chassis befindet sich auch eine Steckaufnahme für meinen modifizierten Füssener Astrostuhl, der während dem Transport dem Wägelchen in 2ter Funktion als Deichsel dient.

Die "Deichsel" wird am Chassis mit einem Spanngurt verzurrt. Aus dem Auto heraus wird das Wägelchen zusammengesteckt und mit dem Dobson beladen. Innerhalb von 5 Minuten ist das Gefährt bereit zum Schieben in für Autos unzugängliches Gebiet.

Wie in den ehemaligen Truppenübungsplatz bei Münsingen oder in eine dunkle Lichtung im Mainharder Wald. :-)

Der Hut hat Gestalt angenommen mit Spinne, Okularauszug und Sucherhalterungen

Das innere der Spiegelkiste mit Spiegelzelle und den Schnellspannern nach Stropek/Klose

Aller Anfang ist erstmal  ziemlich staubig

Vorgefasste Ringe für den Hut des Dobson 

Aus diesen Brettchen und 2 Ringen entsteht der Hut für den 16" Dobson

Die Rohre für den Gittertubus sind paarweise verbunden

Aus Vierkantrohr und Fensterhaken werden Spannervorrichtugen für die Gitterrohre.

Montage der Höhenräder

Ausbalancieren des Schwerpunkts für die Position der Höhenlager

Erste Montage des neuen Dobson in meiner Kellerwerkstatt

Die Spiegelzelle aus der Rückansicht

Neues und altes Gewand des 16 Zoll Spiegelsatzes.

Seitenführung der Höhenlager nach Sternfreund  Helmut Lang

Der Blick auf die Vorderseite noch ohne Fangspiegelzelle.

Der Anhänger mit Holzchassis und Schnellspannern für die Räder

Der Nachtgrabb ist fertig! 

Der Füssener Astrostuhl in Funktion als Deichsel

Auf gehts in noch dunkle Ecken.....