1991 wurde mit dem Bau eines  kommerziellen Dobsonteleskops mit 16 "Öffnung begonnen.

Als Optiklieferant wurde die Firma Meade aus USA ausgewählt. Meade bot in Ihrem Sortiment einen 16" F4.5 Spiegelset für ein Newton Teleskop an. Vorgefertigte Spiegelzellen, Spinnen und Okularauszüge wurden von Stefan Thiele in den USA beim Hersteller von Teleskopbauteilen Kenneth Novak geordert. Der Bau von Gitterrohr Tubus, Dobson Montierung, die Lackierung ,Endmontage und Justage, war mein Part.

Als Materialien für Tubus und Montierung wurden Siebdruckplatten in verschiedenen Stärken gewählt, die glatten Seite wurde mit Haftgrund versehen und mit Autofarben lackiert. Die Kanten wurden mit Aluminiumprofilen und Kugelecken aus dem Flightcase Bau geschützt. Damit erhielt das Teleskop ein professionelles Finish. Die Lackfarbe konnte sich der Kunde im Fall einer Vorbestellung nach Farbkatalogen von Automobilherstellern aussuchen. 

Die rauhe Seite der Siebdruckplatte wurde für den Tubus als Innenseite verwendet und mit mattschwarzem Kunstschmiedelack beschichtet.

Ringe von Hut, Halbscheiben der Höhenlager wurden mit Hilfe von eigen angefertigten Vorrichtungen und einer Stichsäge geschnitten. Die Hutwand bestand aus durchsichtigem GFK, die Innenseite mattschwarz lackiert.

Spiegelzellen von Kenneth Novak entsprachen nicht meinen Qualitätsanforderungen deshalb hatte ich nachgearbeitet und verbessert. Die Justage Einrichtung der Spiegelzelle wurden mit gefederten Zugschrauben versehen und mit Druckschrauben gekontert. Damit war die Kollimation der Optik einfacher und beständiger als bei der Vorlage aus USA.

Das erste "Dobsonian Telescope made in Germany"wurde zu Pfingsten 1992 auf der FAA (Fachmesse für Amateurastronomie) in Laupheim präsentiert. Die Konkurrenten auf der Messe hatten damals kein vergleichbares Produkt vorzuzeigen, nur Teleskope mit Papptuben aus USA. 

Wir erfuhren dort schöne Rückmeldungen und großes Interesse an unserem "Skylight 16" Dobson. Noch während der Messe wurde unser Ausstellungs Teleskop verkauft. Am Tag danach habe ich es angeliefert und den Kunden eingewiesen. Nun wurden Optiken für neue Skylights bei Meade geordert.

Leider erwies sich John Diebel, der Inhaber von Meade nach einiger Zeit für uns nicht als zuverlässiger Optiklieferant. Angeblich wurde die Kapazität von Meade damals für die neue Produktlinie ETX vollständig in Anspruch genommen. Die Lieferzeiten wuchsen von anfangs 6 Wochen auf über 6 Monate. Zuletzt dauerte es über ein Jahr bis Optiken zu uns geliefert wurde. Das war für wartende Kunden eine zu lange Zeit. Wir haben schweren Herzens nach  nur 6 Teleskopen die kleine Serie eingestellt.

Der erste Skylight 16, das Messemodell, tauchte viele Jahre später aus dem Nachlass des ersten Kunden als Gebrauchtinstrument im Fernrohrland auf. Der heutige Besitzer wohnt im Norden Deutschlands. Eines der Teleskope steht in der Sternwarte Ehingen/Donau,die damalige Außenstelle der Volkssternwarte Laupheim.

Auf Wunsch habe ich für einen Sternfreund auch mal ein 14,5" F5.5 Dobson mit einem Spiegelsatz  von Galaxy Optics angefertigt.

Das letzte Exemplar der Skylight Dobson wurde aus Restmaterial für eine Coulter Optik 10,1" F4.5 gebaut.

Das war das mein Reiseteleskop auf einer Reise nach Marokko Frühjahr 1994. Damals habe ich erstmals Objekte des Südhimmels wie den Kugelsternhaufen Omega Centauri, die Galaxie Centaurus A und den Bug Nebel im Sternbild Skorpion beobachtet.

Seit 2004 ist mein Sohn Alexander Besitzer des 10.1" Skylight Dobson.

Der grüne 10,1" Skylight Dob beim ITT 2010 

Skylight 16 Exemplar Nr.2 in  Lackfarbe vom Opel GT

Der Prospekt vom Dobsonteleskop Skylight 16

Ein  blauer Skylight 16 in der Sternwarte Ehingen  

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